KÜNSTLERBUND ST.PÖLTEN - 80 Jahre

Jubiläum 2026

Im Jahr 2026 feiert der Künstlerbund St. Pölten sein 80-jähriges Bestehen. Acht Jahrzehnte Tradition, zeitgenössische Kunst und Engagement für die lokale Kulturszene machen den Verein zu einer festen Größe in St. Pölten.

Name und Identität des Vereins

Der heutige Vereinsname Künstlerbund St. Pölten geht auf den historischen Namen „St. Pöltner Künstlerbund“zurück und ist seit der Gründung des Vereins Teil seiner Identität. Im Jubiläumsjahr tritt der Verein visuell erneuert auf: Das modernisierte Logo geht mit der heutigen Namensform einher, die eine sprachliche Anpassung darstellt und die historische Kontinuität sowie Wiedererkennung des Vereins wahrt.

Der Begriff „Künstler“ wird als generische Bezeichnung verstanden und meint alle Künstler*innen – unabhängig von Geschlecht, Identität oder Ausdrucksform. Der Künstlerbund St. Pölten versteht sich als offene Plattform für vielfältige künstlerische Arbeiten.

Uns ist bewusst, dass sich Sprache weiterentwickelt und dass diese Entwicklungen wichtig sind. Gleichzeitig verstehen wir Inklusion nicht nur als sprachliche Frage, sondern vor allem als gelebte Praxis: in unseren Ausstellungen, Projekten, Mitgliedschaften und künstlerischen Aktivitäten.

Historische Wurzeln & Gründung

Der Künstlerbund wurde am 16. November 1946 im Haus Domgasse 5 gegründet, erster Obmann war Adolf Peschek. Bereits 1947 fand die erste Ausstellung statt – ein Zeichen für den Willen der Künstler*innen, trotz schwieriger Nachkriegsbedingungen Kunst zu schaffen und sichtbar zu machen.

Früh engagierte Mitglieder*innen wie Maria Sturm, Iris Hahnl-Faerber, Ignaz Mühlbacher, Karl Götz, Sepp Reßl, Josef Tobner, Gertrude Hann und Hugo Wenzel legten den Grundstein für den Aufbau und die Entwicklung des Vereins.

Entwicklung & Leitung

Ab 1973 leitete Friedrich Martin Seitz den Künstlerbund. Er bemühte sich stets um den Ausgleich zwischen den verschiedenen künstlerischen Richtungen. Nach 33 Jahren wurde er 2006 zum Ehrenobmann ernannt. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Verein kontinuierlich weiter und etablierte sich als stabile Plattform für Künstler*innen in der Region.

Mit Ernest Kienzl, der den Verein von 2006 bis 2023 führte, begann eine neue prägende Phase. Seine Obmannschaft war geprägt von organisatorischer Stabilität, professioneller Struktur und künstlerischer Weiterentwicklung. Durch seine kontinuierlichen Bemühungen erhielt der Künstlerbund erstmals einen eigenen Ausstellungsraum, der 2008 als KUNST/WERK im historischen Löwinnenhof eröffnet wurde. Seitdem verfügt der Verein über einen festen Standort im Zentrum von St. Pölten, der als lebendiger Treffpunkt und Ausstellungsort für Mitgliederinnen und eingeladene Künstlerinnen dient.

Von 2024 bis April 2025 leitete Flora Szurcsik-Nimmervoll eine Phase struktureller Weiterentwicklung, gefolgt von donhofer. (Mai bis November 2025), der neue künstlerische Perspektiven einbrachte. Seit Ende 2025 wird der Künstlerbund St. Pölten von Brigitte Saugstad und Eva Bakalar gemeinsam geführt.

Ein Verein mit Profil

Die Jahresausstellungen im Stadtmuseum St. Pölten, die Vergabe der Adolf-Peschek-Jury- und Publikumspreise sowie der kontinuierliche Ausstellungsbetrieb im KUNST/WERK zeigen, wie der Künstlerbund St. Pölten Tradition und zeitgenössische Kunst miteinander verbindet.

Heute versteht sich der Verein als offene, lebendige Plattform für Künstlerinnen und lebt von der Vielfalt seiner Mitgliederinnen, verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen und generationsübergreifenden Perspektiven.